Alles über Barcelonas neue Tourismussteuer

Der Tourismus ist ein bedeutender Geschäftszweig in Barcelona, so dass es nicht verwunderlich ist, dass die Einführung der Tourismussteuer zum 1. November 2012 in den letzten Wochen ein kontrovers diskutiertes Thema war. Die Steuer fällt auf alle Urlaubsunterkünfte an, vom Luxusapartment bis zum Campingstellplatz.

Wir möchten sicher gehen, dass alle unsere Kunden gut über diese Steuer und ihre Funktionsweise informiert sind. Sollten Sie irgendwelche Fragen haben, können Sie unser freundliches Kundenservice-Team 365 Tage telefonisch erreichen – wir freuen uns schon darauf von Ihnen zu hören.

Steuer? Das hört sich bedenklich an! Was genau ist damit gemeint?

Barcelona by Fernando StankunsDie Tourismussteuer ist eine Abgabe, die auf jeden Touristen anfällt, der sich in einem Hotel, Apartment, Kreuzfahrtschiff oder auf einem Campingplatz aufhält. Die Steuer bewegt sich zwischen 0,50€ und 2,50€ pro Person und Nacht, je nachdem welcher Kategorie die jeweilige Unterkunft zugeordnet ist. Die Steuer fällt nur auf die ersten sieben Tage Ihres Aufenthalts an und Kinder unter 16 Jahren sind von der Abgabe gänzlich ausgenommen.

Es ist anzunehmen, dass bis zu 91% der Urlaubsunterkünfte in Katalonien in die unterste Kategorie einzuordnen sind (was bedeutet, dass Steuern von 0,75€ pro Person und Nacht in Barcelona, und 0,50€ in der restlichen Region anfallen). In diesen 91% sind auch die Ferienwohnungen enthalten, die wir Ihnen auf www.Oh-Barcelona.com/de anbieten.

Warum wurde die Abgabe veranlasst?

Die neue Steuer wurde von der katalanischen Regierung verabschiedet. Diese erhofft sich davon allein im Jahr 2013 bis zu 60 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen zu generieren. Es wird geschätzt, dass 30% für die Reduzierung des enormen Haushaltsdefizits verwendet werden. Ein weiterer Großteil der Einnahmen soll direkt in den Tourismussektor zurückfließen, um Barcelonas Status als weltweite Top-Urlaubs-Destination weiter auszubauen und zu festigen.

Wie waren die Reaktionen?

Die Reaktionen auf diese Abgabe fielen sehr gemischt aus. Viele Hoteliers, Reiseveranstalter und andere Anbieter von Ferienunterkünften sind über diesen Mehraufwand für ihre Kunden nicht erfreut, da sie so eventuell dazu gezwungen sind, die Preise zu reduzieren um konkurrenzfähig zu bleiben und keine Gäste zu verlieren.

Andere wiederum, wie beispielsweise der Präsident des Verbandes der Hoteliers Barcelona, Jordi Clos, vertreten eine andere Auffassung. Wenn auch nicht vollends glücklich/zufrieden?, ließ er kürzlich verlauten dass es verständlich sei, dass in diesen schwierigen Zeiten jeder einen Beitrag leisten müsse. Dieses ist ein Gefühl, welches die Menschen in Spanien in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation vermehrt teilen, wenn auch nur ungern.

Wir freuen uns darauf Ihre Sichtweise kennenzulernen. Beeinträchtigt diese Steuer Ihre Urlaubspläne für Barcelona? Ist es eine ungerechte Abgabe oder eine faire Methode Steuereinnahmen in mitten einer Krise zu generieren? Wir sind gespannt auf Ihre Meinungen!

2 KOMMENTARE

  1. Wir haben pauschal eine Reise mit 3 Übernachtungen gebucht und mussten die Steuer gleich bei Ankunft bar im Hotel bezahlen, weil der Reiseveranstalter das angeblich nicht beglichten hat. Betrag von unter 8€ für zwei Personen fiel bei den Gesamtkosten der Reise nicht ins Gewicht. Die im letzten Jahr erhöhte MWSt ist eher ein Preistreiber. Abwicklung umständlich, sollte über Reiseveranstalter vorgenommen werden.

    • Lieber Frank!

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Da geben wir dir Recht – weniger als 8€ für zwei Personen fallen wirklich nicht ins Gewicht, jedoch sollten Urlauber schon vorab der Buchung der Reise informiert werden, ob noch eine Steuer bei der Ankunft bezahlt werden muss oder ob diese schon im Pauschalpreis inbegriffen ist.

      Liebe Grüße

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